Von Ada Jabin, Werkstudentin Social Media

Nur vier Teams sind dieses Jahr dabei, ihre Modelle können sich trotzdem sehen lassen. Die Rede ist vom diesjährigen Brückenbau-Wettbewerb der Fachhochschule Erfurt, dessen Finale am Freitag (27. März) stieg. Während zwei Teams sich dazu entschieden, flache Brücken zu bauen, werden ihre Modelle von den anderen deutlich überragt. Erlaubt sind maximal 50 Zentimeter in der Höhe. Zudem muss das Modell – wie eine echte Brücke – eine zehn Zentimeter breite Fahrspur aufweisen. Verwenden dürfen die Bauer nur das ihnen zur Verfügung gestellte Bauset.
Teilgenommen haben zwei Teams der Walter-Gropius-Schule, eine zehnte Klasse und eine im Berufsvorbereitungsjahr, und zwei elfte Klassen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein. Zugelassen sind jedoch rund 15 Teams, in der Regel nehmen sieben bis zehn Schulen teil.
Trotz des Teilnehmerschwunds zeigt sich Holger Schmidt, Vorstandsmitglied der Thüringer Ingenieurkammer, optimistisch. „Wir müssen uns da etwas einfallen lassen“, sagt er angesichts mehrerer Absagen, unter anderem aus Jena und Ilmenau, wegen Terminkonflikten und anstehenden Prüfungen. Auf keinen Fall möchte er, dass sich andere Teilnehmer aufgrund der „Glückssträhne“ der Walter-Gropius-Schule, die regelmäßig den ersten Platz belegt, abschrecken lassen. Auch hier sieht Schmidt Handlungsbedarf.
„Man muss fairerweise sagen: Sobald der Wettbewerb beginnt, räumt ihr Klassenlehrer eine Stunde pro Woche im Unterricht nur dafür ein, sie investieren also viel Zeit.“ Andere hätten diese Möglichkeit aus unterschiedlichen Gründen nicht und opferten ihre Freizeit, um teilzunehmen. Zusätzliche Regeln, will er der Schule auf keinen Fall auferlegen.
„Da können wir nur an den anderen Teams arbeiten, dass sich deren Chancen verbessern“, so Schmidt. Dafür überlegt er, wieder einen zusätzlichen Termin anzubieten, den die Schüler-Teams vor Ort in Erfurt zur Vorbereitung nutzen können.
Auch dieses Mal entscheidet eins der Teams der Walter-Gropius-Schule die Challenge für sich: Ihre Brücke hält satten 433 Kilogramm Belastung stand, bevor sie sich um mehr als den zulässigen Toleranzbereich von zehn Zentimetern verformt. Damit hat die Schule sich innerhalb von zwei Jahren mehr als veranderthalbfacht. 2024 holten sie den ersten Platz mit nur 272 Kilogramm Traglast.
„Natürlich hätten wir uns auch ein besseres Abschneiden unseres zweiten Teams gewünscht“, räumt Klassenlehrer Michael Thöring ein. Auf jeden Fall seien die gesammelten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren hilfreich gewesen. Auch das nächste Mal sei seine Schule wieder dabei.